SEHENSWERTES

centro-storicoDie Altstadt

Die Altstadt von Caorle besticht durch Kunstschätze von unschätzbarem Wert und eine Eleganz, die ihr einen ganz besonderen Reiz verleiht. Im typisch venezianischen Stil, mit den charakteristischen Fassaden der farbenfroh gestrichenen Häuser und den Gassen, vermittelt der Altstadtkern ein Gefühl von Ruhe und Frieden und bietet sich dem Besucher mit Kirchen, Denkmälern und Museen dar, die von einer weit in die Vergangenheit zurückreichenden Geschichte und einer sowohl dem Land als auch dem Meer offenen Kultur zeugen, die sich über die Jahrhunderte hat erhalten können.
Die Stadt war einst von mehreren Kanälen durchzogen, die jetzt alle unterirdisch verlaufen, wie Canale Pretorio, jetzt Via Roma, Rio di Mezzo, heute Rio Terrà, Rio delle Beccarie, jetzt Piazza Matteotti. Der einzig sichtbare Kanal ist der Canale Varrogio, der bis in das Stadtzentrum vordringt und den Fischerhafen von Caorle bildet.
Eines der Sinnbilder der Stadt ist zweifellos der im byzantinischen Stil erbaute Stefansdom. Neben dem Dom erhebt sich ein 48 m hoher imposanter Glockenturm, der im Sommer oft Schauplatz wunderschöner Feuerwerke ist. Eine Besonderheit der Gebäude im Zentrum sind die externen Rauchfänge der Häuser: die Familien waren einst sehr zahlreich und wenn sie sich um den Tisch versammelten, war viel Platz gefragt, so dass die Kamine nach draußen verlegt wurden.

chieseDie Kirchen und die Heiligtümer von Caorle

Unbedingt einen Besuch wert in der historischen Altstadt ist das auf das 4. Jh. zurückgehende Heiligtum der Madonna dell’Angelo, wahrscheinlich die erste Kirche Caorles. Ein Bauwerk, das die tiefe Verbundenheit der Fischer gegenüber der Jungfrau Maria zum Ausdruck bringt. Davon zeugen die Fresken im Inneren der Wallfahrtskirche, u.a. das Fresko des Deckengewölbes, vor allem aber die Eigenwilligkeit der einschiffigen Kirche selbst, die der Madonna dell’Angelo gewidmet ist , und die, aus dem Willen der Fischer heraus, im Jahre 1751 aus den Trümmern der dreischiffigen Vorgängerkirche wieder aufgebaut wurde.
Am Eingang zur Fußgängerzone befindet sich die Kirche der Madonna von Pompei. Im Altstadtkern hingegen stößt man auf die Chiesa delle Grazie (bzw. Geburtskirche) sowie die Kirche von San Rocco.
In der Ortschaft Cà Corniani befindet sich die einschiffige Kirche San Giovanni Battista, die, wie schon der Name sagt, Johannes dem Täufer gewidmet ist und in deren Inneren, am Ende der Apsis, eine sehr kostbare Holzstatue des Heiligen verwahrt wird. In der Ortschaft Cà Cottoni stoßen wir auf die Auferstehungskirche Chiesa della Resurrezione. Sehr wertvoll das aus dem 18. Jh. stammende Altarbild der Auferstehung mit an den Seiten zwei Engeln (Hauptaltar), sowie die anderen Altare aus geschnitztem Holz im linken und rechten Seitenschiff.

calleDie Gassen

Die Altstadt von Caorle ist eine einzige Abfolge von kleinen Plätzen und den typisch venezianischen Gassen, in denen vor allem im Sommer zahlreiche Events stattfinden und in denen das Klappern der Schuhe der Passanten beim Bummel zwischen den Geschäften und Handwerksläden widerhallt.
Zu den wichtigsten Gassen gehört die Via Maggiore, heute Rio Terrà (was Unterwasserkanal bedeutet), ein eleganter Treff mit Geschäften, Boutiquen, kunsthandwerklichen Läden und Restaurants, der am Abend stimmungsvoll beleuchtet ist und wo eine sehr suggestive und besinnliche Atmosphäre herrscht.

Der Yachthafen Orologio

Direkt an das Altstadtzentrum von Caorle grenzt der Yachthafen Orologio.
Mehr als ein Hafen ist es ein Wohnort mit eleganten und farbenfrohen Appartements, die den typischen Baustil der venezianischen Lagune widerspiegeln.
Features des Yachthafens:
– 480 Liegeplätze für Boote bis 25 m Länge
– Wachdienst
– Betreuung bei Werftarbeiten
– Tankstelle in unmittelbarer Nähe

lagunaAusflüge in die Lagune

Die Lagune von Caorle ist eines der wertvollsten Ökosysteme des gesamten Territoriums. Den Besucher zieht sie mit einem Natur- und Landschaftsbild von einzigartiger Schönheit in den Bann.
Die beste Art, die Lagune zu besichtigen, ist gemächlich auf den Wasserläufen zu „schippern“ oder ein Fahrrad auszuleihen und auf den Lagunenpfaden zu radeln und die nur von den Geräuschen der Natur und der Stille umgebenen alten Fischerhütten zu bestaunen.
Der Lagune von Caorle hat der Schriftsteller Ernest Hemingway einige der schönsten Seiten seines Buches „Über den Fluss und in die Wälder“ (1965 in Italien veröffentlicht) gewidmet, in dem er eine Natur beschreibt, die Frieden und innere Ruhe schenkt, fernab von den Geräuschen der Zivilisation und eingebettet in eine bezaubernde Landschaft. Verschiedene Routen laden zum Entdecken der Lagunenlandschaft von Caorle ein. Eine ganz besondere möchten wir Ihnen hier gern vorstellen.

Die Fischerhütten

Bei einem Besuch der Lagune stößt man unweigerlich auf die so genannten „Casoni“, die sowohl in den Lagunen als auch auf dem Land jahrzehntelang die typischen Behausungen und Unterkünfte der venezianischen Bauern, Fischer und Jäger darstellten.
Diese aus Stroh, Holz, Riedgras und Lehm gefertigten und mit Rohr ins Wasser gerammten Hütten sind mit den radikalen Veränderungen des vergangenen Jahrhunderts in Venetien fast völlig von der Bildfläche verschwunden.
Im Lagunengebiet von Caorle können Sie noch die eine oder andere Fischerhütte erblicken, die einst feste Bleibe oder Saisondomizil war.
Mit dem Boot die Lagune zu überqueren, ist eine Tour zwischen Land und Wasser, die Sie mit wunderschönen Landschaften bekannt machen wird und Ihnen die Möglichkeit gibt, sich eine der Fischerhütten aus der Nähe anzuschauen und in die Stille der Natur und die Atmosphäre vergangener Zeiten einzutauchen.